Maxim Kozlov
Silence, Structure, and Time
Die heutige Welt bewegt sich in einem Tempo, das oft ihre eigene Bedeutung verschleiert. Geschwindigkeit und der ständige Informationsfluss lenken die Aufmerksamkeit auf das Vorübergehende, Unmittelbare und Kurzlebige.
Mit der Zeit begann ich zu spüren, dass das, was wirklich zählt, in einer anderen Dimension existiert. Nicht in der Beschleunigung, sondern in der Dauer.
Es gibt Formen und Strukturen, die über Jahrhunderte und manchmal sogar über Jahrtausende hinweg entstanden sind. Ihre Präsenz reicht über den gegenwärtigen Moment hinaus.
Sie sind nicht durch Funktion oder Ereignis miteinander verbunden, sondern durch die Zeit selbst, und bilden Beziehungen, die sich langsam entfalten und Bestand haben.
Die Fotografie ermöglicht es mir, mich dieser Dimension zu nähern, ohne sie vollständig zu definieren. Ich bleibe in einem Zustand des Suchens und versuche zu verstehen, wie tief diese Kontinuität wahrgenommen werden kann und wie nah man ihrem Wesen kommen kann. Durch lange Belichtungszeiten, verlängerte Dauer und manchmal antike Optiken lasse ich die Zeit durch das Bild hindurchfließen, wodurch das Zufällige weichgezeichnet und das Beständige sichtbar wird.
Dieser Weg erscheint mir als eine Verbindung zwischen dem Vergänglichen und dem Bleibenden. Nicht als Schlussfolgerung, sondern als gewählte Richtung. Er deutet auf eine langsame, aufmerksame und zurückhaltende Bewegung zum Wesentlichen hin.










