Maxim Kozlov
Silence, Structure, and Time

Die heutige Welt bewegt sich in einem Tempo, das oft ihre eigene Bedeutung verschleiert. Geschwindigkeit und der ständige Informationsfluss lenken die Aufmerksamkeit auf das Vorübergehende, Unmittelbare und Kurzlebige.
Mit der Zeit begann ich zu spüren, dass das, was wirklich zählt, in einer anderen Dimension existiert. Nicht in der Beschleunigung, sondern in der Dauer.
Es gibt Formen und Strukturen, die über Jahrhunderte und manchmal sogar über Jahrtausende hinweg entstanden sind. Ihre Präsenz reicht über den gegenwärtigen Moment hinaus.
Sie sind nicht durch Funktion oder Ereignis miteinander verbunden, sondern durch die Zeit selbst, und bilden Beziehungen, die sich langsam entfalten und Bestand haben.

Die Fotografie ermöglicht es mir, mich dieser Dimension zu nähern, ohne sie vollständig zu definieren. Ich bleibe in einem Zustand des Suchens und versuche zu verstehen, wie tief diese Kontinuität wahrgenommen werden kann und wie nah man ihrem Wesen kommen kann. Durch lange Belichtungszeiten, verlängerte Dauer und manchmal antike Optiken lasse ich die Zeit durch das Bild hindurchfließen, wodurch das Zufällige weichgezeichnet und das Beständige sichtbar wird.

Dieser Weg erscheint mir als eine Verbindung zwischen dem Vergänglichen und dem Bleibenden. Nicht als Schlussfolgerung, sondern als gewählte Richtung. Er deutet auf eine langsame, aufmerksame und zurückhaltende Bewegung zum Wesentlichen hin.

Equipment
Techno und PhaseOne

Bei meiner Arbeit verwende ich das Linhof Techno-System in Kombination mit einem Phase One IQ4 150MP Digitalrückteil.
Ich arbeite seit vielen Jahren mit dieser Ausrüstung, die zu einem festen und vertrauten Bestandteil meiner Arbeit geworden ist. Dieses System ermöglicht es mir, mit Optiken aus verschiedenen Epochen zu arbeiten – von Objektiven aus dem 19. Jahrhundert bis hin zu modernen hochauflösenden Objektiven. Das ist durch präzise technische Konstruktion und flexible Konfiguration möglich.
Die Konstruktion des Linhof Techno-Systems ermöglicht es, den Blickwinkel bewusst zu verändern und die Bildgeometrie auf kalkulierte Weise zu steuern. Die mechanischer Präzision ist für die Arbeit mit langen und sehr langen Belichtungszeiten unerlässlich.

Meine Arbeit findet oft unter anspruchsvollen Bedingungen statt, darunter offene Küstengebiete, starker Wind und Höhenlagen über 4.000 Metern über dem Meeresspiegel mit wechselnden Temperaturen und Luftfeuchtigkeit.
Unter diesen Bedingungen bleibt das System stabil und berechenbar, was für meine Arbeit entscheidend ist. Aus diesem Grund arbeite ich weiterhin damit, insbesondere bei sehr langen Belichtungszeiten.

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